Konfliktaufstellungen

Wo Menschen zusammenleben und arbeiten gibt es Konflikte. Konflikte erschüttern immer wieder unser Leben und müssten gar nicht nur negativ sein, denn wenn alle Beteiligten bereit sind, sich zu wandeln und zu wachsen sind sie eine wesentliche Basis für Selbsterkenntnis und für die Vertiefung und Erneuerung zwischenmenschlicher Beziehungen.

Der Grund, warum Konflikte so anstrengend und gelegentlich unlösbar scheinen, liegt darin, dass meistens nicht alleine konträre Interessen und Bedürfnisse am Konflikt beteiligt sind, sondern noch ganz andere, viel weniger fassbare Elemente eine Rolle spielen oder sollten wir sagen, ihre Rolle spielen? Welche Elemente die Konfliktpartnerlnnen begleiten, welche Rollen also beteiligt sind, kann im Rahmen einer Konfliktaufstellung sichtbar werden:

So erhalten in einer Aufstellung nicht nur die menschlichen Kontrahentinnen das Wort. Auch der Gegenstand des Konflikts, sowie die den Konflikt begleitenden Emotionen dürfen selber sagen, wie sie sich fühlen und was sie benötigen.

Haben frühere Generationen (z.B. die Großeltern) Ereignisse erlebt, die ähnlich lebensverändernd waren? Sind der jetzige Schmerz/die jetzige Wut, die eigenen, oder kannten schon die Vorfahren genau solche Schmerzen/solche Wut? Erscheint in diesem Licht die jetzige Begebenheit wie eine Wiederholung der damaligen Ereignisse? Gilt es also Altes aufzulösen, um Neues eintreten zu lassen?

Nähern wir uns in einer Aufstellung dem Schmerz, der Wut, der Angst und all den anderen am Konflikt beteiligten Gefühlen sanft und liebevoll, bereit, sie anzunehmen, so wie sie sind, so offenbaren sie uns ihre Essenz. Gelangen wir mit dieser Essenz in einen Zustand des Friedens, so werden innerer Frieden und innere Harmonie zurückkehren.

Mobbing

Mobbing ist eine zutiefst verletzende Angelegenheit.

Menschen, die von Mobbing betroffen sind, werden heftigen Kränkungen ausgesetzt, die zu Gesichts -, Gesundheits – und Arbeitsplatzverlust führen können. Mobbing treibt Menschen an den Rand ihrer Persönlichkeit.

Doch was reizt die, die mobben, eigentlich wirklich zu ihrem Tun? Was löst das Mobben aus? Weichen Anteil habe ich, haben meinen Bedürfnisse und Ängste? Weiche unerfüllten Bedürfnisse und Ängste stacheln mein Gegenüber an? Weiche Strukturen und Elemente wirken von außen mit?

Mit Hilfe einer Konfliktaufstellung können wir diese Fragen betrachten und bewegen. In einer Aufstellung kann durch Stellvertreterinnen sichtbar gemacht werden, wie das aktuelle Geschehen sich in das eigene Leben integriert, auf welchen alten Strukturen es basiert  und welche Chancen es eröffnet. Die Altlasten können wir im Verlauf der Aufstellung soweit als möglich lösen und so den inhärenten Chancen und Möglichkeiten den Weg bereiten.

Arbeitsplatzgefährdung und -verlust

Den Arbeitsplatz zu verlieren ist eine Angst, die heute viele Menschen umtreibt.

Oft hat sich eine Person viele Jahre mit ihrer Arbeit, ihrer Firma, ihrem Chef und den Kollegen identifiziert, sich loyal verhalten, sich für sie eingesetzt  auch gegen alle Widrigkeiten und die Arbeit zu einem Teil ihres Seins und ihres Selbstverständnisses gemacht. Dies war vom Arbeitgeber ja auch so gewollt.

Nun droht das Blatt sich zu wenden. Alle persönliche Hingabe, oft ein Teil der persönlichen ldentifikation, werden mit Füßen getreten. Nichts ist mehr wie es einmal war. All die Belobigungen, Versprechungen und Vereinbarungen gelten nicht mehr. Wegen kleiner Kleinigkeiten muss der Verlust des Arbeitsplatzes gefürchtet werden oder die Kündigung ist bereits ausgesprochen worden.

Wohin nun mit Zukunftsängsten, Selbstzweifeln und Wut? Wie die Beweggründe des Vorgesetzten durchschauen? Wie sich verhalten? Wie das Schicksal verstehen, nach Sinn und Ziel befragen und gegebenenfalls wenden?

In einer Situation, in der die Interessen anderer mit den eigenen Interessen in Konflikt geraten, in der das eigene Schicksal in der Hand anderer Menschen liegt und man fremden Entscheidungen ausgeliefert ist, kann eine Aufstellung klärend wirken, Konflikte, Ängste und Missverständnisse auflösen, Alternativen und neue Wege aufzeigen.